„Hello Africa“ – Licht & Schatten

und die Stille der Silhouetten (2018)

Meine zweite Ausstellung im Jahr 2018 mit dem Titel „Hello Africa“ markiert eine tiefgreifende Etappe auf meinem künstlerischen Weg. Die Serie umfasst zehn Werke, die in einer Zeit entstanden, in der ich stark mit meiner Depression zu kämpfen hatte. Diese Phase der inneren Dunkelheit floss unmittelbar in meine Arbeit ein und prägte die Ästhetik der gesamten Reihe.

Um meiner damaligen Gefühlswelt Ausdruck zu verleihen, wählte ich die bewusste Reduktion: Sowohl die majestätische Tierwelt als auch die Menschen erscheinen als tiefschwarze Silhouetten. In diesen Schatten spiegelt sich die Schwere, aber auch die Ruhe und die Suche nach Klarheit wider, die diese Zeit für mich prägte.

Ein Spiegel der Seele: Von Kampf, Zuneigung und Weite

Die Motive der Serie fangen die unterschiedlichen Facetten des Lebens und meines damaligen Befindens ein:

  • Urgewalt und Kontrast: Ein kraftvolles Werk zeigt zwei kämpfende Böcke in der Nahaufnahme. Vor einem tief-dunkelroten Abendhimmel und im hohen Gras stehen sie sich als dunkle Schatten gegenüber – ein Bild, das den inneren Kampf und die Anspannung jener Tage greifbar macht.

  • „Zuneigung“: Ein stiller Gegenpol dazu ist das Werk „Zuneigung“. Vor einem sanften, ockerfarbenen Himmel mit zarten Schleierwolken kniet eine Frau am Ufer eines Sees einem Leoparden gegenüber. Ihre Stirnen berühren sich in einem Moment tiefer Verbundenheit. Trotz der Silhouettenhaftigkeit sind Details wie die feinen Haare auf dem Rücken des Tieres erkennbar – ein Zeichen für die Sanftheit, die selbst in der Dunkelheit existiert.

  • Die Seele Afrikas: Ein sehr persönliches Herzstück ist die Darstellung des Kontinents Afrika, in dessen Mitte ein Auge ruht. Je nach meiner eigenen Verfassung erzeugt es beim Betrachten mal ein nachdenkliches, mal ein wohlig-geborgenes Gefühl.

  • Begegnungen: Ergänzt wird die Serie durch Motive wie eine Massai-Mutter mit ihrem Sohn, stolze Krieger, einen einsamen Geier im Baum sowie Giraffen und Elefanten, die die zeitlose Würde des Kontinents verkörpern.

Lichtblicke am Horizont

Zwei Werke der Serie widmen sich ganz der besonderen Atmosphäre afrikanischer Landschaften und haben inzwischen einen neuen Platz bei Kunstliebhabern gefunden:

  1. „Abendstimmung in der Wüste“ (Privatbesitz): Dieses Bild fängt den frühen Abend ein, wenn der Himmel von einem zarten Rot-Rosa in ein warmes Gelb übergeht. Eine einsame Baum-Silhouette und die in Brauntönen gehaltene Wüste am Horizont werden von wegfliegenden Vögeln belebt – ein Moment des friedlichen Abschieds vom Tag.

  2. Abendstimmung in der Savanne“ (Privatbesitz): Dieses Werk bildete den Abschluss der Ausstellung. Für mich war es ein Symbol für den Hoffnungsschimmer am Horizont, der langsam die Schatten vertrieb und einen neuen Weg ebnete.