Schattenwächter

Schatten & Licht: Die Seelentier-Serie

In dieser Zusammenstellung treffen zwei Schlüsselmomente meiner künstlerischen und persönlichen Entwicklung aufeinander. Diese Serie ist mehr als eine reine Werkschau; sie ist ein visuelles Tagebuch über das Überwinden von Sprachlosigkeit und die schrittweise Rückkehr in die Sichtbarkeit.

Die Wachsamkeit im Verborgenen

Der Weg beginnt mit dem Schattenwächter. In einer Phase, die noch stark von Rückzug und der Schwere der Depression geprägt war, entstand der Panther als Ausdruck einer stillen, fast unsichtbaren Kraft. Er verweilt im Dunkeln, verliert aber niemals den Blick für das Wesentliche.

Der Schritt an den Abgrund

Die Serie findet ihre Befreiung im Stummen Brüllen. Hier tritt die Symbolik heraus in eine weite Landschaft. Der Panther ist nun aktiver Beschützer am Abgrund. Dass er dem Jungen den Rücken stärkt, markiert den entscheidenden Wendepunkt: das Ende der Isolation und den Moment, in dem die eigene Stimme zurückkehrt.


Einordnung & Resümee

Diese Kombination erzeugt eine emotionale Chronologie: Während das erste Bild die innere Sammlung und das Überleben im Dunkeln thematisiert, zeigt das zweite den Mut zum Innehalten an der Schwelle zu etwas Neuem.

Die Beschränkung auf die Kontraste von Mars Black und Titanium White zieht sich wie ein roter Faden durch beide Werke und unterstreicht die Ernsthaftigkeit und Klarheit dieser Botschaft. Für den Betrachter wird so aus zwei Einzelbildern eine Geschichte von unschätzbarem Wert: Der Weg vom reinen Überdauern hin zur tiefen Verbundenheit mit der eigenen Kraft.