Eine kontrastreiche Schwarz-Weiß-Acrylmalerei eines Wals, der in einer stürmischen Brandung vor einer steilen Küstenlinie aus dem Wasser bricht. Die massive dunkle Fluke steht im Zentrum, während weiß aufpeitschende Gischt und wabernder Nebel eine dramatische, raue Atmosphäre erzeugen.

The Heavy Pulse: Ein Cornwall-Moment in Schwarz-Weiß

The Heavy Pulse of Oceans (Der schwere Puls der Ozeane)

Manchmal braucht eine Inspiration Monate, um zu reifen, bevor sie mit voller Wucht auf die Leinwand trifft. Dieses Werk ist das Ergebnis einer Reise, die mich letzten Sommer an die Küste von Cornwall führte.

Eine kontrastreiche Schwarz-Weiß-Acrylmalerei eines Wals, der in einer stürmischen Brandung vor einer steilen Küstenlinie aus dem Wasser bricht. Die massive dunkle Fluke steht im Zentrum, während weiß aufpeitschende Gischt und wabernder Nebel eine dramatische, raue Atmosphäre erzeugen.
„The Heavy Pulse of Oceans – Dynamik in Schwarz & Weiß.“

Die Inspiration: Zwischen Penzance und Land’s End

Der Ursprung dieses Bildes liegt in einem 2,5-stündigen Coast Boat Trip, den wir in Penzance gebucht hatten. Von der Mounts Bay aus führte uns die spektakuläre Route entlang der dramatischen Küstenlinie in Richtung Land’s End. Es ist eine der produktivsten Buchten Europas für Meeresbewohner, und was ich dort erleben durfte, hielt ich bisher für fast unmöglich: Delfine, Tümmler, Schweinswale und Robben aus nächster Nähe.

Besonders beeindruckend waren die Delfine, die wie in einem Film neben unserem mit zwei PS-starken Außenbordmotoren bestückten Powerboat herjagten. Auch wenn man in der Mounts Bay eher Schweinswale statt Buckelwale sieht, blieben diese Eindrücke tief in mir hängen. In meiner Vorstellung sprangen sie aus dem Wasser – ein Bild, das ich nun, Monate später, an einem Wochenende auf die Leinwand brachte.

Die künstlerische Vision: Drama in Schwarz-Weiß

Obwohl wir bei unserem Trip Sonnenschein hatten, wollte ich für dieses Werk eine dramatische Stimmung erzeugen. Nebel, der von der Küste Richtung Meer wabert, ein bedeckter Himmel und Wasser, das in ständiger Bewegung ist. Passend dazu wählte ich eine rein monochrome Palette – inspiriert durch den Songtitel „Black or White“ von Michael Jackson. Der Verzicht auf Farbe unterstreicht die Urgewalt und die zeitlose Tiefe der Szene.

Der Entstehungsprozess & Technik

Das Werk entstand auf einer 40 x 40 cm Leinwand in einer speziellen Nass-in-Nass-Technik, die an Bob Ross erinnert, aber meine eigene Handschrift trägt:

  1. Vorbereitung: Die Ränder wurden mit Malerkrepp abgeklebt, um einen sauberen Rahmen zu erhalten. Zur Staubentfernung wurde die Leinwand mit einem feuchten Flachpinsel gereinigt.

  2. Grundierung & Retarder: Ich trug den Retarder von Winsor & Newton direkt auf die Leinwand auf, um die Offenzeit der Acrylfarben zu verlängern. Hierbei war Fingerspitzengefühl gefragt, da ich ihn nicht wie üblich einmischte, sondern als Gleitmittel für die Verblendung nutzte.

  3. Farbaufbau: Ohne Gesso, nur mit Mars Black und Titanium White sowie Matt Medium, begann ich im unteren Bereich mit Schwarz und arbeitete mich mit Weiß nach oben.

  4. Verblendung: Mit einem sehr weichen Verblender-Pinsel schuf ich die Übergänge vom Horizont aufwärts. Nach dem Antrocknen nutzte ich die Restfeuchte des Retarders, um die Schattierungen der Küstenlinie und den wabernden Nebel einzuarbeiten.

  5. Details: Den Wal malte ich freihändig ohne Vorlage. Die Wellen und die aufpeitschende Gischt entstanden mit einer Katzenzunge (Filbert) und einem kleinen, weichen Fächerpinsel.

 

Verwendete Hilfsmittel

Kategorie Details
Format 40 x 40 cm Leinwand
Farben Mars Black, Titanium White
Medien Retarder (Winsor & Newton), Matt Medium
Werkzeuge Fächerpinsel, Katzenzunge (Filbert), Verblender, Longliner

Fazit

Dieses Bild war das erste Werk, auf dessen Umsetzung ich mich schon im Vorfeld riesig gefreut habe. Das Motiv des springenden Wals war klar, doch das finale Ergebnis entwickelte sich während des Malens.

Künstlerische Bewertung: Die Entscheidung für die monochrome Palette verleiht der Szene eine dramatische Tiefe. Besonders der Kontrast zwischen der dunklen Silhouette der Klippen und dem strahlenden Weiß der Gischt erzeugt eine starke visuelle Spannung. Die Fluke als zentraler Fokuspunkt wirkt massiv und schwer – man spürt förmlich die Energie, mit der sie die Wasseroberfläche durchbricht. Es ist ein Werk, das die Unbezähmbarkeit der Natur und den „schweren Puls“ des Ozeans in einem flüchtigen Augenblick festhält.


Ein Hinweis zum Schluss

Da mir dieses Werk aufgrund seiner Entstehungsgeschichte und der besonderen Farbtiefe sehr am Herzen liegt, möchte ich sicherstellen, dass es unbeschadet sein neues Zuhause erreicht. Um die Brillanz der vielen feinen Farbschichten und Details zu schützen, ist es für den normalen Postversand nicht geeignet.

Wie das Bild zu dir kommt: Am liebsten ist mir ein persönlicher Kontakt. Du kannst das Bild gerne direkt bei mir abholen, oder wir vereinbaren eine persönliche Übergabe und Lieferung nach individueller Absprache. So können wir sicher sein, dass alles heil ankommt.

Wheal Coates: Monument des Zinnbergbaus

Wheal Coates: Monument des Zinnbergbaus

Wheal Coates: Monument des Zinnbergbaus an der Nordküste Cornwalls

Es gibt Orte, die lassen einen nicht mehr los. Für mich ist das Cornwall. Jedes Jahr zieht es uns in diese Grafschaft, zu den aufgeschlossenen Menschen und dieser rauen, fesselnden Landschaft. Mein neues Bild „Wheal Coates – Monument des Zinnbergbaus“ ist eine Reise zurück in den letzten Sommer und gleichzeitig eine Verarbeitung der Nachrichten vom Anfang dieses Jahres.

Die Ruinen der Wheal Coates Mine an der Nordküste von Cornwall. Das gemauerte Maschinenhaus steht auf den grünen Klippen vor dem weiten Atlantik unter einem sommerlichen Himmel.
Zwischen Historie und Emotion – Mein Blick auf Wheal Coates

Von der Mine auf die Leinwand

Alles begann mit einer Führung in der Levant Mine. Tief unter Tage bekamen wir einen Einblick in die harte Arbeit der Bergleute und lernten nebenbei, warum das Cornish Pasty diesen typischen dicken Rand hat. Auf dem Rückweg nach Penzance sahen wir es dann in der Ferne bei St. Agnes: das markante Maschinengebäude der Wheal Coates Tin Mine.

Wheal Coates ist eine ehemalige Zinnmine an der Nordküste von Cornwall, gelegen auf den markanten Klippen zwischen Porthtowan und St. Agnes. Heute wird das Areal vom National Trust gepflegt und zählt zu den meistfotografierten Industriedenkmälern der Region.

Ein Blick in die Geschichte:

  • Anfänge: Erste Aufzeichnungen reichen bis ins Jahr 1692 zurück. Der reguläre Betrieb startete 1802.

  • Herausforderungen: Da die Stollen weit unter den Meeresboden reichten, waren Überflutungen das größte Problem, bis dampfbetriebene Maschinen zur Entwässerung eingesetzt wurden.

  • Blütezeit & Ende: Auf dem Höhepunkt waren etwa 140 Personen beschäftigt. 1914 wurde der Betrieb aufgrund schwankender Zinnpreise endgültig eingestellt.

Anfang Januar 2026 trafen uns die Nachrichten aus England dann sehr hart. Heftige Stürme fegten über Cornwall und Devon hinweg und richteten schwere Schäden an Orten an, die wir gerade erst besucht hatten. Diese Betroffenheit wollte ich auf die Leinwand bringen. Mein Himmel im Bild lässt zwei Deutungen offen: Ist es die Ruhe vor dem Sturm oder der Moment danach, wenn die Wolken abziehen?

Architektur als Motiv

Die heute sichtbaren Ruinen stammen überwiegend aus den 1870er Jahren. Das bekannteste Gebäude, das ich auch in meinem Bild verewigt habe, ist das Towanroath Pumping Engine House (1872). Es steht direkt am Klippenrand und diente dazu, Wasser aus dem 180 Meter tiefen Schacht zu pumpen. Weitere Strukturen wie die Whim Engine Houses und der Kalzinierofen (errichtet 1910–1913) sind heute stumme Zeugen der industriellen Revolution. Seit 1988 stehen sie als Grade II unter Denkmalschutz.

Der Prozess: Schichten und Verblenden

Bevor die erste Farbe floss, stand die Vorbereitung an. Da ich hochwertige Rahmen nicht gerne entsorge, habe ich eine alte Leinwand recycelt. Nach dem Entstauben und einem vorsichtigen Anschliff habe ich die Ränder mit Malerkrepp abgeklebt.

Um die Farben fast wie bei Bob Ross verblenden zu können, nutzte ich einen Trick:

  1. Grundierung: Großzügiger Auftrag von Marabu-Trocknungsverzögerer mit einem Haushaltsschwamm. Das hält die Acrylfarbe „offen“.

  2. Der Himmel: Mit Rundpinseln habe ich Töne wie Prussian Blue, Cerulean Blue, Crimson und Opera Rose wechselweise aufgetupft.

  3. Die Verblendung: Erst mit einem breiten Flachpinsel grob verblenden, dann mit einem weicheren Pinsel in alle Richtungen nacharbeiten.

Ein Moment der Befreiung

Dieses Bild zu malen, war eine intensive Erfahrung. Gegen Ende der Schaffensphase fühlte ich mich förmlich „ausgesaugt“. Es ist ein seltsames, aber befreiendes Gefühl, das ich früher nur aus Zeiten kannte, in denen mich die Depression fest im Griff hatte.

Obwohl ich heute frei davon bin, war die emotionale Entladung beim Malen von Wheal Coates fast identisch: Als das letzte Detail saß, fühlte ich mich leichter. Es ist, als ob die schweren Sturmwolken nicht nur auf dem Bild, sondern auch in mir abgezogen wären.


Ein Hinweis zum Schluss

Da mir dieses Werk aufgrund seiner Entstehungsgeschichte und der besonderen Farbtiefe sehr am Herzen liegt, möchte ich sicherstellen, dass es unbeschadet sein neues Zuhause erreicht. Um die Brillanz der vielen feinen Farbschichten und Details zu schützen, ist es für den normalen Postversand nicht geeignet.

Wie das Bild zu dir kommt: Am liebsten ist mir ein persönlicher Kontakt. Du kannst das Bild gerne direkt bei mir abholen, oder wir vereinbaren eine persönliche Übergabe und Lieferung nach individueller Absprache. So können wir sicher sein, dass alles heil ankommt.

 

Verwendete Materialien

Kategorie Details
Hilfsmittel Marabu Trocknungsverzögerer (Retarder), Haushaltschwamm
Farben (Himmel) Prussian Blue, Cerulean Blue, Crimson, Opera Rose, Pale Yellow, Lemon Yellow, Titanium White
Farben (Landschaft) Hookers Green, Permanent Green light, Crimson, Burgunder, Pale Yellow, Olive Green
Farben (Gebäude) Mars Black, Paynes Grey, Titanium White
Pinsel-Auswahl Rundpinsel, Flachpinsel, Katzenzunge (Filbert), Fine Liner, Long Liner, Borstenfächerpinsel