Herbstliche Landschaft – See im Abendlicht

Wenn die Zeit am Ufer stillsteht – Abendrot über einem herbstlichen See

Die Idee zu diesem Bild entstand aus der Überlegung: Was könnte ich malen, ohne dass es einen direkten Bezug zu einem Urlaub oder einer konkreten Vorlage hat? Einfach nur malen, weil es unendlich viel Spaß macht. Nach einer Woche voller Arbeit ist es für mich ein schöner Ausgleich, mir bewusst Zeit zu nehmen, um abzuschalten und mich vom Alltag zu lösen. Gleichzeitig möchte ich mich auch künstlerisch weiterentwickeln. Mein Eindruck ist, dass es einfacher ist, Ideen zu finden, wenn man die Malerei von Grund auf gelernt hat. Wenn man – so wie ich – eher von der Seite in die Malerei einsteigt, wirkt dieser Prozess manchmal etwas schwieriger.

Herbstliche Abendstimmung über einem See – Acrylgemälde mit Bergen, Wald und Spiegelung
Abendstimmung über einem herbstlichen See – Berge und Wald spiegeln sich im ruhigen Wasser

Was ich jedoch sofort im Kopf hatte, war die Stimmung: Das Bild sollte herbstlich sein. Da ich leidenschaftlicher Angler bin, kam mir schnell eine Umgebung mit einem See in den Sinn. Plötzlich hatte ich das Bild des Königssees vor Augen – mit dem Bergmassiv im Hintergrund, der Kapelle am See und dem smaragdgrünen Wasser. Da meine Berge bisher in meinen Bildern oft nur „schwarz“ dargestellt waren, wollte ich mir diesmal etwas mehr zutrauen und sie – ähnlich wie mein großes Vorbild Bob Ross – etwas differenzierter gestalten. Natürlich nicht genau wie er, sondern in meinem eigenen Stil.

Als das komplette Motiv in meinem Kopf entstanden war, schrieb ich die Idee sofort in mein Notizbuch. Danach begann ich mit der Vorbereitung der Leinwand (40 × 40 cm). Zuerst klebte ich die Ränder des Keilrahmens mit Malerkrepp ab, damit später ein sauberer Rahmen entsteht. Anschließend trug ich eine hauchdünne Schicht Retarder von Winsor & Newton auf, um die Trocknungszeit zu verlängern.

Ich startete mit Cadmium Yellow (Hue) und Titanium White für die angedeutete Sonne. Danach folgte Winsor Violet, das ich mit Vandyke Brown und den anderen Tönen kombinierte und weich verblendete. Für die Berge nutzte ich Mars Black, Weiß, Gelb und Winsor Violet und verschleierte die Umrisse mit einem Borsten-Rundpinsel. Für den Wald und die Spiegelungen kamen Cadmium Red (Hue), Indian Yellow und Burnt Sienna zum Einsatz. Das Kuriose war: Ich bekam von meiner Umgebung nichts mehr mit, war voll fokussiert, bis meine Frau mir einen Pott Tee brachte und ich kurz aufschreckte. Erst mit etwas Abstand spürte ich die Erleichterung und die volle Wirkung des Werkes.


Auflistung der Materialien

  • Leinwand: 40 x 40 cm Keilrahmen.

  • Vorbereitung: Malerkrepp (weißer Rand), Winsor & Newton Retarder.

  • Farben: Titanium White, Cadmium Yellow (Hue), Winsor Violet, Vandyke Brown, Mars Black, Cadmium Red (Hue), Indian Yellow, Burnt Sienna.

  • Pinsel: Großer & kleiner Flachpinsel, Rundpinsel, schmaler & großer Borsten-Rundpinsel, Verblenderpinsel.


Fazit

Als das Bild schließlich fertig war und ich es mit etwas Abstand betrachtete, spürte ich eine kleine Erleichterung. Wenn man direkt davor sitzt, sieht man zwar jedes Detail, aber die gesamte Wirkung entfaltet sich erst, wenn man ein paar Schritte zurücktritt. Für mich ist dieses Werk ein wichtiger Schritt: Weg von den rein schwarzen Bergen, hin zu mehr Struktur und Licht – und das in meinem ganz eigenen Stil als Quereinsteiger.


Hinweis zum Verkauf

Da mir der Erhalt des fertigen Werkes sehr am Herzen liegt, ist dieses Bild nicht für den Standardversand geeignet. Eine Übergabe erfolgt daher ausschließlich durch persönliche Abholung nach individueller Absprache oder durch eine persönliche Lieferung.

Eine kontrastreiche Schwarz-Weiß-Acrylmalerei eines Wals, der in einer stürmischen Brandung vor einer steilen Küstenlinie aus dem Wasser bricht. Die massive dunkle Fluke steht im Zentrum, während weiß aufpeitschende Gischt und wabernder Nebel eine dramatische, raue Atmosphäre erzeugen.

The Heavy Pulse: Ein Cornwall-Moment in Schwarz-Weiß

The Heavy Pulse of Oceans (Der schwere Puls der Ozeane)

Manchmal braucht eine Inspiration Monate, um zu reifen, bevor sie mit voller Wucht auf die Leinwand trifft. Dieses Werk ist das Ergebnis einer Reise, die mich letzten Sommer an die Küste von Cornwall führte.

Eine kontrastreiche Schwarz-Weiß-Acrylmalerei eines Wals, der in einer stürmischen Brandung vor einer steilen Küstenlinie aus dem Wasser bricht. Die massive dunkle Fluke steht im Zentrum, während weiß aufpeitschende Gischt und wabernder Nebel eine dramatische, raue Atmosphäre erzeugen.
„The Heavy Pulse of Oceans – Dynamik in Schwarz & Weiß.“

Die Inspiration: Zwischen Penzance und Land’s End

Der Ursprung dieses Bildes liegt in einem 2,5-stündigen Coast Boat Trip, den wir in Penzance gebucht hatten. Von der Mounts Bay aus führte uns die spektakuläre Route entlang der dramatischen Küstenlinie in Richtung Land’s End. Es ist eine der produktivsten Buchten Europas für Meeresbewohner, und was ich dort erleben durfte, hielt ich bisher für fast unmöglich: Delfine, Tümmler, Schweinswale und Robben aus nächster Nähe.

Besonders beeindruckend waren die Delfine, die wie in einem Film neben unserem mit zwei PS-starken Außenbordmotoren bestückten Powerboat herjagten. Auch wenn man in der Mounts Bay eher Schweinswale statt Buckelwale sieht, blieben diese Eindrücke tief in mir hängen. In meiner Vorstellung sprangen sie aus dem Wasser – ein Bild, das ich nun, Monate später, an einem Wochenende auf die Leinwand brachte.

Die künstlerische Vision: Drama in Schwarz-Weiß

Obwohl wir bei unserem Trip Sonnenschein hatten, wollte ich für dieses Werk eine dramatische Stimmung erzeugen. Nebel, der von der Küste Richtung Meer wabert, ein bedeckter Himmel und Wasser, das in ständiger Bewegung ist. Passend dazu wählte ich eine rein monochrome Palette – inspiriert durch den Songtitel „Black or White“ von Michael Jackson. Der Verzicht auf Farbe unterstreicht die Urgewalt und die zeitlose Tiefe der Szene.

Der Entstehungsprozess & Technik

Das Werk entstand auf einer 40 x 40 cm Leinwand in einer speziellen Nass-in-Nass-Technik, die an Bob Ross erinnert, aber meine eigene Handschrift trägt:

  1. Vorbereitung: Die Ränder wurden mit Malerkrepp abgeklebt, um einen sauberen Rahmen zu erhalten. Zur Staubentfernung wurde die Leinwand mit einem feuchten Flachpinsel gereinigt.

  2. Grundierung & Retarder: Ich trug den Retarder von Winsor & Newton direkt auf die Leinwand auf, um die Offenzeit der Acrylfarben zu verlängern. Hierbei war Fingerspitzengefühl gefragt, da ich ihn nicht wie üblich einmischte, sondern als Gleitmittel für die Verblendung nutzte.

  3. Farbaufbau: Ohne Gesso, nur mit Mars Black und Titanium White sowie Matt Medium, begann ich im unteren Bereich mit Schwarz und arbeitete mich mit Weiß nach oben.

  4. Verblendung: Mit einem sehr weichen Verblender-Pinsel schuf ich die Übergänge vom Horizont aufwärts. Nach dem Antrocknen nutzte ich die Restfeuchte des Retarders, um die Schattierungen der Küstenlinie und den wabernden Nebel einzuarbeiten.

  5. Details: Den Wal malte ich freihändig ohne Vorlage. Die Wellen und die aufpeitschende Gischt entstanden mit einer Katzenzunge (Filbert) und einem kleinen, weichen Fächerpinsel.

 

Verwendete Hilfsmittel

Kategorie Details
Format 40 x 40 cm Leinwand
Farben Mars Black, Titanium White
Medien Retarder (Winsor & Newton), Matt Medium
Werkzeuge Fächerpinsel, Katzenzunge (Filbert), Verblender, Longliner

Fazit

Dieses Bild war das erste Werk, auf dessen Umsetzung ich mich schon im Vorfeld riesig gefreut habe. Das Motiv des springenden Wals war klar, doch das finale Ergebnis entwickelte sich während des Malens.

Künstlerische Bewertung: Die Entscheidung für die monochrome Palette verleiht der Szene eine dramatische Tiefe. Besonders der Kontrast zwischen der dunklen Silhouette der Klippen und dem strahlenden Weiß der Gischt erzeugt eine starke visuelle Spannung. Die Fluke als zentraler Fokuspunkt wirkt massiv und schwer – man spürt förmlich die Energie, mit der sie die Wasseroberfläche durchbricht. Es ist ein Werk, das die Unbezähmbarkeit der Natur und den „schweren Puls“ des Ozeans in einem flüchtigen Augenblick festhält.


Ein Hinweis zum Schluss

Da mir dieses Werk aufgrund seiner Entstehungsgeschichte und der besonderen Farbtiefe sehr am Herzen liegt, möchte ich sicherstellen, dass es unbeschadet sein neues Zuhause erreicht. Um die Brillanz der vielen feinen Farbschichten und Details zu schützen, ist es für den normalen Postversand nicht geeignet.

Wie das Bild zu dir kommt: Am liebsten ist mir ein persönlicher Kontakt. Du kannst das Bild gerne direkt bei mir abholen, oder wir vereinbaren eine persönliche Übergabe und Lieferung nach individueller Absprache. So können wir sicher sein, dass alles heil ankommt.